Biographie

Vladimir VERTLIB

2.7.1966 in Leningrad (heute St. Petersburg), UdSSR (heute Russische Föderation), geboren. 1971 Emigration der Familie nach Israel. 1972 Übersiedlung nach Österreich, bald danach nach Italien, zurück nach Österreich, 1975 in die Niederlande, kurze Zeit später abermals nach Israel, 1976 nach Zwischenstation in Rom wieder nach Wien, 1980 in die USA und schließlich, 1981, nach kurzer Schubhaft und Abschiebung, endgültig nach Österreich. Seit 1986 österreichischer Staatsbürger.
1984-1989 Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. 1989-90 Freier Mitarbeiter für die japanische Presseagentur Kyodo in Wien. 1990 Zivildienst in einem geriatrischen Tageszentrum. 1990-93 bei der Donau Versicherung als Statistiker und der Österreichischen Kontrollbank als Länderanalytiker tätig. Seit 1993 freiberuflicher Schriftsteller in Salzburg und Wien.
Zahlreiche Publikationen in Zeitungen, unter anderem „Die Presse (Spectrum)“, „Wiener Zeitung (Extra)“, „Rheinischer Merkur“, „FAZ“, „Jüdische Allgemeine“; in Zeitschriften, unter anderem „Wochen Zeitung Zürich (WoZ)“, „Literatur und Kritik“, „SALZ“, „Mit der Ziehharmonika“; Anthologien, Tagungsbänden, etc. Mitherausgeber der Wiener Literaturzeitschrift “Zwischenwelt. Zeitschrift für Literatur des Exils und des Widerstands”.
Zuerkennung von Stipendien und Preisen, darunter der Österreichische Förderungspreis für Literatur 1999, der Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis 2001 und der Anton-Wildgans-Preis 2001. Dresdner Chamisso-Poetikdozentur 2006. Teilnahme am Literaturkurs 1998 und an den Tagen der deutschsprachigen Literatur 1999 in Klagenfurt. Wintersemester 2012/13: Als Lektor am „Institut für Sprachkunst“ (Universität für angewandte Kunst Wien) tätig.
Vertlibs Romane, Erzählungen oder Essays wurden bis jetzt unter anderem ins Russische, Tschechische, Slowenische und Italienische übersetzt.
Juni 2012: Zuerkennung des “12. ADEI-WIZO Literaturpreises Adelina Della Pergola” für “Stazioni intermedie”, die italienische Übersetzung des Romans “Zwischenstationen”.

Wichtigste Publikationen:

“Abschiebung”, Erzählung, Otto Müller Verlag, Salzburg 1995.

“Zwischenstationen“, Roman, Deuticke Verlag, Wien 1999 und dtv-Taschenbuch, München 2005.

“Zwischenstationen”, CD, wakuworld Verlag, Lienz 2000.


“Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur”, Roman, Deuticke Verlag, Wien 2001 und dtv-Taschenbuch, München 2003.

“Letzter Wunsch”, Roman, Deuticke Verlag, Wien 2003 und dtv-Taschenbuch, München 2006.

“Mein erster Mörder”, Lebensgeschichten, Deuticke im Zsolnay Verlag, Wien 2006 und dtv-Taschenbuch, München 2008.


„Spiegel im fremden Wort. Die Erfindung des Lebens als Literatur“, Dresdner Chamisso-Poetikvorlesungen 2006. Mit einem Nachwort von Annette Teufel und Walter Schmitz sowie einer Bibliographie. w.e.b. Thelem Verlag, Dresden 2007.


„… und alle Toten starben friedlich…“, CD, Oratorium in fünf Teilen für Soli, Chor und Orchester von Wolfgang R. Kubizek, Text: Vladimir Vertlib, edition Mauthausen 2007. www.undalletotenstarbenfriedlich.at


„Am Morgen des zwölften Tages“, Roman, Deuticke im Zsolnay Verlag, Wien 2009 und dtv-Taschenbuch, München 2012.


Schimons Schweigen“, Roman, Deuticke im Zsolnay Verlag, Wien 2012.

„Ich und die Eingeborenen“, Essays und Aufsätze, Hg. von Annette Teufel, w. e. b., Thelem Verlag, Dresden 2012.

„Lucia Binar und die russische Seele“, Roman, Deuticke im Zsolnay Verlag, Wien 2015.

Übersetzungen (Auswahl):

„Vyhoštění“ (Abschiebung), „Šimonovo Mlčení“ (Schimons Schweigen), nakladatelství Kalich, Praha 2007 und 2013. Ins Tschechische übersetzt von Hana Linhartová. http://kalich.evangnet.cz

„Vmesne postaje“ (Zwischenstationen), Modrijan založba, Ljubljana 2008. Ins Slowenische übersetzt von Štefan Vevar. www.modrijan.si

„Nenavadni spomin Roze Mazur“ (Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur), Študentska založba Litera, Maribor 2014 (Knijžna zbirka Babilon). Ins Slowenische übersetzt von Štefan Vevar.

Stazioni intermedie“ (Zwischenstationen), Postfazione di Michaela Bürger-Koftis, Casa Editrice Giuntina, Firenze 2011. Ins Italienische übersetzt von Paola Buscaglione Candela. www.giuntina.it

Vladimir Vertlib: „Migration und Mozartkugel. Das Österreichbild von Einheimischen und Zugewanderten im Wandel“, Rede im Rahmen des Projekts „mitSprache 2012 – Reden zur Situation“, gehalten am 23. Oktober im Alten Rathaussaal in Bregenz; hier ist der Link zum Text der Rede:

http://www.zintzen.org/2012/11/14/mitsprache-2012-dokumentation-vladimir-vertlib-migration-und-mozartkugel-das-oesterreichbild-von-einheimischen-und-zugewanderten-im-wandel/

Vladimir Vertlib: „Migration und Mozartkugel. Das Österreichbild von Einheimischen und Zugewanderten im Wandel“, Rede im Rahmen des Projekts „mitSprache 2012 – Reden zur Situation“, gehalten am 23. Oktober im Alten Rathaussaal in Bregenz; hier ist der Videomitschnitt der Rede:

http://vimeo.com/53565123

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

  • Hier klicken und Sie werden über aktuelle Einträge auf dieser Seite per E-Mailverständigt.

%d Bloggern gefällt das: