Mitgefühl
Vladimir Vertlib: „MITGEFÜHL„ Veröffentlicht in: „Illustrierte Neue Welt“, Wien, Ausgabe 2/2024, S. 2-3 Eine Freundin von mir hat das, was wir zurzeit erleben, folgendermaßen auf den Punkt gebracht: „Im Mittelalter hasste man die Juden wegen ihrer Religion, im 19. und 20. Jahrhundert wegen ihrer sogenannten Rasse und jetzt wegen ihrem Staat.“ Auch wenn dies eine … Weiterlesen
Zwischen Gott und TikTok
28.06.2024 um 13:41 von Vladimir Vertlib „Die Presse“, Wien, „Spectrum“, S. I und II Wenn mich in den vergangenen Jahren etwas in meinen Gesprächen mit Jugendlichen überrascht hat, dann ist es die Selbstverständlichkeit, mit der sie auf reaktionäre Denkmuster zurückgreifen, die sie mit Verweis auf ihren Glauben begründen. Als ich in der Unterstufe eines Gymnasiums … Weiterlesen
Spiegel Europas
Als einziges Land der EU hat die Alpenrepublik kein identitätsstiftendes Narrativ. Gerade deshalb könnte sie als Vorbild für den Kontinent dienen von Vladimir Vertlib 06.06.2024 09:15 Uhr; Jüdische Allgemeine, Berlin Die Republik Österreich hat turbulente Jahre hinter sich. Auf Flüchtlings- und Regierungskrisen folgte die Corona-Pandemie, die eine gesellschaftliche Polarisierung sowie eine so große Zahl an … Weiterlesen
Karl Kraus: »Als ob man zum ersten und zum letzten Mal schriebe«
Zum 150. Geburtstag des großen Literaten und Satirikers von Vladimir Vertlib, Jüdische Allgemeine, Berlin, 26.04.2024 10:14 Uhr Er hielt Frauen für das sinnlichere, aber geistig unterlegene Geschlecht, verteidigte sie aber gegen die Verachtung und Doppelmoral der Männer seiner Zeit, er fand den Zionismus lächerlich, relativierte aber später seine Meinung, zu Hitler fiel ihm angeblich nichts … Weiterlesen
Keine Sekunde zu spät
Mein Großvater, der Uhrenmacher Publiziert am 19.04.2024 um 11:35, in: „Die Presse“, Wien, „Spectrum“, S. I-II von Vladimir Vertlib Den Lauf der Zeit zu beobachten und zu kontrollieren, sie zu normieren und das Leben nach ihr auszurichten ist ein bedeutender Wesenszug der jüdischen Religion. Der Alltag orthodoxer Juden ist eingezwängt in ein Korsett der Zeit. … Weiterlesen
Eine Muslima, ein Jude und eine Klasse
Unser Autor ist Jude und hat mit muslimischen Jugendlichen über Israel diskutiert 05.01.2024 um 12:19, „Die Presse“, „Spectrum“, Seiten I-II Von Vladimir Vertlib Ich berichte darüber, was ich von meinen Verwandten in Israel weiß – spreche über den Raketenbeschuss, dem die Menschen ausgesetzt sind, über ihre Angst, über den jahrzehntelangen Kriegszustand, erzähle von den Geiseln … Weiterlesen
Nach dem 7. Oktober 2023
Von Vladimir Vertlib. Erschienen in: „Illustrierte Neue Welt“, Wien, Ausgabe 4/2023, S. 1-3 Gäbe es das jüdische Volk nicht, hätten andere es wahrscheinlich erfunden. Wer mit seinen eigenen Gefühlen nicht umgehen kann, überträgt diese oft auf Juden. Diese werden je nach Kontext als „Zionisten“ und „Kolonialisten“, als „Kapitalisten“ oder „Terroristen“, als „besonders klug“, „erfolgreich“, „weise“, … Weiterlesen
Lösung für den Nahost-Konflikt? Die beste aller Sackgassen
Von Vladimir Vertlib „SALZBURGER NACHRICHTEN“, Samstag, 21. Oktober 2023 Gedanken eines jüdischen Russen im Kriegsjahr 2023. Und ein Plädoyer für die beste aller schlechten Lösungen im Nahen Osten. BILD: Privat Ich lebe zwischen zwei Kriegen. Zeitlich. Geografisch. Emotional. Im Osten führt mein ehemaliges Heimatland Russland einen Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug gegen die Ukraine – ein Land, … Weiterlesen
Vladimir Vertlib über sein Leben zwischen den Kriegen: Juden sind auch nicht anders
„DIE PRESSE“, Wien, „Spectrum“, S. I-II, Printausgabe: Samstag, 21. Oktober 2023 Von Vladimir Vertlib In einem Lied heißt es über Israel, es sei „ein ganz normales Land, aber nur fast“. Das stimmt nicht. Israel ist nicht fast, sondern einfach nur ein normales Land. Wenn Massenmörder mehr als tausend Menschen – Frauen, Kinder, Babys – ermorden, … Weiterlesen


