Die Nacht der Ankunft

Hunderte Flüchtlinge haben wir durch die Zelte hindurch begleitet, nur einige bleiben uns im Gedächtnis. Viele von ihnen werden sich aber gut an uns erinnern, ist das doch ein existenzieller Moment ihres Lebens. Der „Auslass“ der Flüchtlinge in Salzburg: Impressionen einer Krise. 23.12.2015 | 18:08 | Von Vladimir Vertlib (Die Presse) Salzburg, Anfang November 2015, … Weiterlesen

9. Mai: „Tag des Sieges“

Nur nicht stolpern! Als russisch-jüdischer Immigrant war ich oft mit Vorurteilen gegenüber Russen und Juden konfrontiert. Am „Tag des Sieges“ jedoch hatte ich das Gefühl, dass „wir“ zumindest den Krieg gewonnen haben. Mein 9. Mai: vom Leben und Erleben zwischen Sankt Petersburg und Österreich. 08.05.2015 | 18:34 | Von Vladimir Vertlib (Die Presse, Spectrum) Sankt … Weiterlesen

SCHÄBIG, SCHAURIG, SCHIZOID: GEDANKEN ZUM KRIEG IN DER UKRAINE

Dies ist die Langfassung des am 7. März 2015 in: Die Presse (Wien), Spectrum, S. III, publizierten Artikels Es gibt wenige Länder, die einander so ähnlich sind wie Russland und die Ukraine. Jene, die heute mit Waffen und Worten gegeneinander kämpfen, haben oft dieselben Bücher gelesen und dieselbe Musik gehört. Alexander Scharowarow, Direktor des Opern- … Weiterlesen

Hilft Antisemitismus unseren Zuwanderern bei der Integration?

Der Tritt Erstpublikation am 16. August 2014 in: Die Presse (Wien), Spectrum, S.III Wer hätte noch nie eine gewisse „Erleichterung“ verspürt, wenn er erfuhr, dass ein Jude beschimpft wurde, der Täter aber ein muslimischer Zuwanderer war? Oder anders und geradeheraus gefragt: Hilft Antisemitismus unseren Zuwanderern bei der Integration? Erscheinen sie uns damit weniger fremd? Gianni … Weiterlesen

Du fremdes, stummes Kind

19.10.2012 | 18:28 |  Von Vladimir Vertlib (Die Presse) Crashkurse? Ein eigenes Vorschuljahr? Wie man am besten Deutsch lernt: Hinweise eines Zuwanderers, der selbst in einer Wiener Schulklasse saß, ohne ein Wort Deutsch zu verstehen.   Spät, aber doch hat nun auch Österreich eine „Integrationspolitik“ oder zumindest etwas Ähnliches, was im Entstehen ist. Wollte man die … Weiterlesen

Auch die Vorhaut ist jüdisch

Der Kampf um die Vorhaut Im Beschneidungsstreit fallen oft absurde Argumente – auch auf jüdischer Seite (Eine etwas kürzere Fassung dieses Artikels ist in der Jüdischen Allgemeinen, Berlin, am 16.08.2012 erschienen.) Der »freiheitliche« Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler lehnt jegliche Form von »Genitalverstümmelung« ab. Diese »Tradition« habe in Europa nichts mehr verloren. Zwischen der Beschneidung von … Weiterlesen

Siglinde Bolbecher (18. Juni 1952 – 6. Juli 2012)

Am 6. Juli 2012 ist Siglinde Bolbecher nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Siglinde Bolbecher hat in den frühen 1980er-Jahren die „Theodor Kramer Gesellschaft“ und den „Verein zur Förderung und Erforschung der Antifaschistischen Literatur“ mitbegründet und Jahrzehnte lang, bis zuletzt, die Geschicke dieser beiden Organisation gelenkt. Außerdem war sie eine Zeit lang Mitarbeiterin des „Dokumentationsarchivs des … Weiterlesen

„Grenzen“ – mein Text für das Projekt „Aquaphone 2012“

Am 2. Juni 2012 fand in den beiden Nachbargemeinden Štúrovo (Slowakei) und Esztergom (Ungarn) eine Installation/Aufführung im Rahmen von Aquaphone 2012 statt, zu der ich den Text geschrieben hatte. Hier ist die Beschreibung des Projekts sowie mein Text im deutschen Original und in der slowakischen sowie der ungarischen Übersetzung. Der Text wurde in diesen drei Sprachen … Weiterlesen

Israelischer Unabhängigkeitstag – „nicht koscher“

Im schönsten Feiertagsstaat: Ambivalente Gedanken aus der Diaspora zum israelischen Unabhängigkeitstag Jüdische Allgemeine, Berlin, 26.04.2012 – von Vladimir Vertlib Auf einer meiner Israelreisen lernte ich vor ein paar Jahren einen jungen Mann kennen, der wie ich aus Russland stammt. Beim Mittagessen in einem netten »lo koscher«-Restaurant in Tel Aviv erzählte er mir von einem Freund aus der … Weiterlesen

Günter Grass, Israel und die Blödheit

Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass genügt es nicht, ein großer Schriftsteller zu sein. Die Rollen des politischen Kommentators, des Nahost-Experten, des Militärstrategen und des hellsichtigen Psychologen gehören ebenfalls zu seinem Selbstverständnis. Vor allem aber sieht er sich als „Gewissen der Nation“, und da er „Gewissen“ und „Nation“ in einer globalisierten Welt auch global versteht, beschließt er, „ein … Weiterlesen

  • Hier klicken und Sie werden über aktuelle Einträge auf dieser Seite per E-Mailverständigt.